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Warenwirtschaftsportal für eine Damenmode-Boutique

Wareneingang, automatische Preisberechnung, Barcode-Etikettendruck und Bestandsauswertung. Läuft offline auf einem Raspberry Pi im Laden.

Branche
Einzelhandel · Mode
Auftraggeber
auf Wunsch anonym
Art
Internes System
Stand
im Einsatz

Was sich am Ablauf ändert

Vorher

7 Schritte

  1. Lieferung annehmen
  2. Ware kontrollieren
  3. Bügeln
  4. Preis nach Gefühl festlegenentfällt
  5. Etikett handschriftlich beschriftenentfällt
  6. Etikett aufschießen
  7. Kein Überblick, was sich drehtentfällt

Nachher

6 Schritte

  1. Lieferung annehmen
  2. Kontrollieren und bügeln
  3. Im Portal erfassen
  4. Preis entsteht nach hinterlegter Regelautomatisch
  5. Etikett wird gedrucktautomatisch
  6. Auswertung entsteht nebenbeiautomatisch

3 Schritte fallen weg, 3 laufen seitdem ohne Zutun.

Ausgangslage

Der Wareneingang lief vollständig von Hand: kontrollieren, bügeln, den Preis aus dem Bauch festlegen, das Etikett handschriftlich beschriften und aufschießen. Das kostete bei jeder Lieferung Zeit.

Zwei Folgen wogen schwerer als der Zeitaufwand. Die Preisbildung war nicht nachvollziehbar: zwei ähnliche Artikel konnten je nach Tag unterschiedlich ausgezeichnet werden, und niemand konnte hinterher sagen, warum. Und es gab keinerlei Auswertung darüber, was sich verkauft und was seit Monaten im Bestand liegt und Kapital bindet.

Was gebaut wurde

Ein internes Portal für den Wareneingang: Artikel anlegen, Preis nach hinterlegter Logik berechnen, Barcode-Etikett drucken. Dazu die Auswertungen, die vorher fehlten: ABC-Analyse, Verkaufszahlen nach Artikel, Aufteilung der Zahlungsarten und eine Erkennung von Ladenhütern.

Das System läuft auf einem Raspberry Pi im Laden, komplett offline. Es braucht keine Internetverbindung, sichert sich nachts selbst und startet nach einem Stromausfall von allein wieder. Im Ladenalltag ist beides keine Nebensache.

Der Zuschnitt war bewusst eng gewählt: Das System endet beim Etikett. Verkauft und abgerechnet wird weiter über das vorhandene Kassensystem. Es gab keinen Grund, etwas zu ersetzen, das funktioniert.

Was besser ist

Die Etikettierung läuft halbautomatisch statt handschriftlich. Preise entstehen nach einer nachvollziehbaren Regel statt nach Gefühl. Dieselbe Ware bekommt denselben Preis, und wenn sich die Kalkulation ändern soll, ändert sich eine Regel statt einer Gewohnheit.

Und der Bestand ist zum ersten Mal auswertbar. Es ist sichtbar, welche Ware sich dreht und welche Kapital bindet. Das war vorher schlicht nicht beantwortbar.

Was die Technik im Alltag bedeutet

Die technischen Entscheidungen sind keine Selbstzweck-Angaben. Jede hat eine Folge, die im Laden spürbar ist:

  • Läuft offline auf einem Raspberry Pi im Laden. Kein Internet nötig, keine monatliche Gebühr, keine fremde Cloud.
  • 209 automatisierte Tests, Auslieferung nur bei bestandenen Tests. Ein Update kann nicht kaputt machen, was gestern noch lief.
  • Nächtliche Sicherung, Autostart nach Stromausfall. Nach einem Stromausfall läuft es von allein weiter.
  • Getrennte Umgebungen für Abnahme und Betrieb. Neues wird geprüft, bevor es im Laden landet.
  • Python, SQLite, serverseitig gerendertes HTML. Bewährte Technik ohne Abhängigkeit von einem Anbieter.

„Seit dem Livegang musste mich niemand fragen, wie es zu bedienen ist."

Bei kleinen Betrieben ist die Sorge selten, ob etwas funktioniert. Die Sorge ist, ob man es danach lernen muss.

Technisch

  • Python
  • SQLite
  • Serverseitig gerendertes HTML
  • Raspberry Pi, offline
  • 209 automatisierte Tests
  • Getrennte Umgebungen für Entwicklung, Abnahme und Betrieb
  • Deploy nur bei grünen Tests

Sie können es ausprobieren

Ein vereinfachter Ausschnitt dieses Systems: eine Lieferung, die noch abzuarbeiten ist. Ein Klick je Artikel, der Preis entsteht nach der hinterlegten Regel, das Etikett kommt heraus, die Liste schreibt sich selbst. Der Barcode ist echt und lässt sich mit dem Handy scannen.

  1. Der Artikel steht schon da. Ändern Sie ihn, oder lassen Sie ihn stehen.

  2. Ein Klick. Das Etikett kommt heraus.

  3. Die Liste unten hat sich selbst geschrieben.

Lieferung, heute angekommen

8 Positionen erfasst · noch 5 offen

Position 43 · noch nicht erfasstSeidenbluseGr. M · ecru · Blusen & Shirts · 4 Stück · EK 12,40 €Werte ändern
Artikel erfassen

Komma oder Punkt, beides geht.

Preisfindung

Einkaufspreis
12,40 €
Faktor Blusen & Shirts
× 2,8
Rechnerisch
34,72 €
Gerundet auf ,95
34,95 €

Verkaufspreis 34,95 €

Aufschlag 182 % · immer auf ,95 aufgerundet, nie darunter

Zeit je Artikel

Erfassen Sie einen Artikel. Dann steht hier Ihre Zeit im Vergleich zur Handarbeit.

Ihre Zeit ist gemessen, der Wert für Handarbeit geschätzt.

Das Schild, das an der Ware hängt

Seidenbluse

Gr. M · ecru

BLU-0043

34,95 €

Es hängt an der Ware, bis sie verkauft ist. Darauf steht, was der Kunde wissen muss, und was die Kasse wissen muss.

Der Strichcode ist die Artikelnummer. An der Kasse einmal darüberziehen, und Preis, Größe und Farbe stehen fest. Kein Nachschlagen, kein Vertippen.

Das Strichmuster ist kein Bild. Es wird hier im Browser aus der Nummer gerechnet, mit Prüfziffer, genauso wie es im Etikettendrucker der Boutique entsteht. Scannen Sie es mit der Handykamera: Es kommt BLU-0043 heraus, dieselbe Nummer, die unten in der Liste steht.

Bestand dieser Lieferung

Entsteht nebenbei, niemand muss sie pflegen.

Positionen
8
Stück
34
Gebundenes Kapital
1.198,10 €
Warenwert
3.539,30 €
Erfasste Artikel mit ABC-Einordnung nach gebundenem Kapital
KlasseNummerArtikelStückKapitalAnteil
AKLD-0035Abendkleid, bodenlangGr. 38 · schwarz2370,00 €30,9 %
AJCK-0036Wollmantel, doppelreihigGr. 38 · camel4272,00 €22,7 %
AJCK-0037LederjackeGr. 36 · cognac2190,00 €15,9 %
AKLD-0038EtuikleidGr. 36 · navy4118,00 €9,8 %
ASTR-0039Strickpullover, MerinoGr. L · grau meliert5110,00 €9,2 %
BBLU-0040BaumwollbluseGr. M · weiß674,40 €6,2 %
BACC-0041Seidenschalbordeaux544,50 €3,7 %
CACC-0042Haarbandnachtblau619,20 €1,6 %

A, B, C ordnet die Ware danach, wie viel Kapital sie bindet. Im echten Programm kommen die Verkaufszahlen dazu. Dann zeigt dieselbe Auswertung, welche Ware sich dreht und welche liegt.

Wie das gebaut ist
Läuft offline auf einem Raspberry Pi im Laden
Kein Internet nötig, keine monatliche Gebühr, keine fremde Cloud
209 automatisierte Tests, Auslieferung nur bei bestandenen Tests
Ein Update kann nicht kaputt machen, was gestern noch lief
Nächtliche Sicherung, Autostart nach Stromausfall
Nach einem Stromausfall läuft es von allein weiter
Getrennte Umgebungen für Abnahme und Betrieb
Neues wird geprüft, bevor es im Laden landet
Python, SQLite, serverseitig gerendertes HTML
Bewährte Technik ohne Abhängigkeit von einem Anbieter

Das echte Programm endet beim Etikett. Abgerechnet wird weiter über die vorhandene Kasse, sie funktioniert ja.

Gibt es bei Ihnen einen Ablauf, der so aussieht?

Vier Fragen, keine drei Minuten. Sie bekommen Preis und Termin, oder eine Absage mit Begründung.

Was kostet das bei mir?